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Einige Comics und Trickfilme aus Polen

Wärend der Zeit des kommunistischen Polens (1944 - 1990) wurden große Mengen an Spielzeug, Figuren, Postkarten, Puzzels und Büchern produziert, die heute im polnischen Dobranozek Museum (Sandmänchen Museum) in Rzeszow ausgestellt sind.

http://www.muzeumdobranocek.com.pl/p/?ml=5&lang=pl&me=1

Lolek und Bolek

Wer kennt sie nicht, die beiden Trickfilmfiguren mit Kultstatus aus Polen? Die Serien handeln von Spaß und lustigen Abenteuern, die die zwei Brüder in ihrer Freizeit erleben.

Viele Jahre haben Lolek und Bolek (poln. Bolek i Lolek) Kinderherzen in Deutschland und international erobert.  Im englischen Sprachraum sind Lolek und Bolek bekannt unter dem Namen "Jym and Jam" sowie "Bennie and Lennie". Die richtigen Namen der beiden Figuren sind: Boleslaw (Bolek) und Karol (Lolek).

Ihren ersten Fernsehauftritt hatten die Jungs 1964 in der Serie "Die Armbrust". Danach ging es mit der Karriere von Lolek und Bolek steil bergauf.  Es folgten bis 1986, etwa 150 Zeichentrickserien sowie die Filme "Die große Reise von Lolek und Bolek" und "Bolek und Lolek im Wilden Westen". Der große internationale Erfolg ist unter anderem darauf zurück zu führen, dass die meisten Serien ohne Dialog produziert wurden und somit ohne größere Übersetzung ausgestrahlt werden konnten. Ausnahmen sind Serien und Filme aus den 1980er Jahren. Hier wurden die Stimmen von Bolek von Ilona Kusmierska & Ewa Zlotowska und von Lolek von Danuta Mancewicz & Danuta Przesmycka syncronisiert.

Im Jahr 1973 wurde der bitte der weiblichen Zuschauer nachgegangen, eine dritte weibliche Figur ins Leben zu rufen. Tola war geboren und begleitete die bedien Jungs ab dem Zeitpunkt weitere 30 Folgen.

In den 70er und 80er Jahren wurden in der DDR zehn Hefte mit Bildergeschichten, unter der Verwendung von Episoden aus „Lolek und Bolek reisen um die Welt", veröffentlicht. Diese Hefte waren:   "Das Grab des Pharao",  "In den Steppen Australiens",   "Die goldene Stadt der Inkas", "Bisonjäger",  "In der Wüste Gobi",  " Am Orinoco" ," Die Tiere der Serengeti" , "Die Perlenfischer",  "Yeti" , und "In den Wäldern Kanadas" .

                             

Magischer Bleistift

Magic Pencil ist ein Zeichentrickfilm produziert in 39 Folgen (jeweils einer Dauer von 8-10 Minuten) wurde in den Jahren 1964-1977 realisiert. Regisseure  Richard Szymczak, Drehbuch von Charles Baraniecki, die Musik wurde von Adam Ochocki komponiert.

Der Held vom Magischen Bleistift ist ein talentierter Junge namens Peter, der selbst die komplexesten Objekte zeichnen kann. Peters ständiger Begleiter ist ein Hund der spielend, ihn manchmal ihn die  Patsche bringt.

In Notfallsituationen, erhält der Held ein ungewöhnliches Geschenk von einem mysteriösen Zwerg, der in einem der Bücher in dem heimischen Bücherregal lebt.

Der Bleistift, also kann alles, was gerade gebraucht wird und es ist keine Mangel an Ideen da. Dieses magische Objekt macht, die gezeichneten Objekte Realistisch  und durch ihn wird der Held zum Helfer und zaubert wunderbare Geschenke und erfüllt die Träume manch eines Kindes. Gezeigt wird dabei aber wie wichtig bestimmte Fähigkeiten und Werkzeuge sind um an ein bestimmtes Ziel zu kommen.

Die Ziege

Im Jahr 1933 wurde das erste Mal in Warschau zwei Bücher von den Abenteuern „Koziołek Matołek“ ( Die Ziege )  veröffentlicht, und ein Jahr später, zwei weitere Teile, die  von Anfang an eine große Popularität genossen.

Die Abenteuer einer freundlich, aber nicht sehr weise Koziołek in Form von Bildergeschichten zu präsentieren werden von einigen Polen sogar  als Original Comic betrachtet.

Der Text ist von Kornel Ośmiozgłoskowym , die Bilder von  Makuszynskiego Mariana. Die ganze Reihe von Abenteuern besteht aus vier Teilen zusammen:  120 Geschichten.  

Die Ziege, Überlebt während seiner Reise durch die Welt viele gefährliche  Abenteurer glücklich. Die Abenteuer des wandernden Koziołek Matołek wurde zum Vorbild für die animierte Serie, in den Jahren 1969 - 1971 realisiert wurden vom Miniatur-Film Studio in Warschau.

Die  bestehenden 26 Folgen dauern ca. 10 Minuten und halten sich sehr an die literarischen Vorlage. Jede Episode beginnt und endet in Reimen von Wieslaw Michnikowskiego rezitiert.

Das Gedicht an der Spitze des Films ist immer die gleiche:

Also Ziege, kluger Kopf, wandert um die Welt, um einen Anteil an Idioten zu erreichen.

Ich habe gerade angefangen eine neue Reise, um es in Pacanów beenden.

Und was überlebt hat und was er sah, dieser Film wird dir alles erzählen.

Die Ziege erlebt in den einzelnen Ländern Abenteuert, trifft die verschiedenen Charaktere und erlebt viele Gefahren, von denen Sie zum Glück  immer lebendig zurück kommt.

                                   

Tadeusz Raczkiewicz ist einer der bekanntesten poln. Comiczeichner    und lebt in Guben